Chile - Reisetipps und Insidertipps

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🇨🇱 Chile • Reisevorbereitung & häufigste Fragen

 

 

01. Braucht man ein Visum für Chile?

Bei der Einreise füllst du eine Touristenkarte ausgestellt, die es dir mit dem deutschen Pass erlaubt bis zu 90 Tage im Land zu bleiben. Gut aufpassen auf die Karte – bei der Ausreise wird sie wieder gebraucht. Also müssen sich alle Schussel hier unter euch zusammenreißen. Aber wir haben es auch geschafft! :D

 

Einreise aus Peru:

Wir sind über den Landweg aus Peru eingereist. Viele fragen uns, wie genau das ablief.
Hier die Infos dazu:
• Wir sind in Arequipa in den Bus gestiegen und sind nach Tacna gefahren. Diese Stadt liegt direkt an der Grenze zu Chile.
• In Tacna sind wir direkt in den nächsten Bus gestiegen und sind über die Grenze nach Arica gefahren. Das war dann unser erster Stop in Chile.
• Der Grenzübergang lief professionell, ohne Abzocke, ohne Probleme und schnell! Der Bus hält an, wartet, bis alle ihre Dokumente haben und fährt dann weiter. Ging super easy.
• In diesem Video erklären wir das nochmal ein wenig genauer mit dem Grenzübergang zu Chile:

Weltreise Tag 276 • Grenzübergang von Peru nach Chile • Vlog #033

 


02. Muss ich für eine Reise nach Chile Spanisch lernen?

Um in Chile von A nach B zu kommen und dich zu ernähren, brauchst du keine Spanischkenntnisse, bzw. es reichen Spanischkenntnisse, die du im Alltag in den ersten Tagen vor Ort lernst. Wir sind das beste Beispiel, dass es funktioniert: Wir hatten absolut keine Vokabeln drauf außer „Vamos a la playa“.

Möchtest du mit Land und Leuten in Kontakt kommen, solltest du allerdings ein paar Spanischkenntnisse besitzen. Wir konnten leider nur mit wenigen Einheimischen Englisch sprechen und haben den Austausch sehr vermisst. Keine Sorge, im Hostel und in Restaurants und in all den touristischen Orten wird man dich auf Englisch verstehen – nur eben nicht in den kleinen lokalen Geschäften oder auf dem Markt.

 


 

03. Wann ist die beste Reisezeit für Chile?

Chile gehört zu den Ländern, bei denen man nicht von DER besten Reisezeit sprechen kann. Chile ist das längste Land der Welt und durchkreuzt damit auch unterchiedliche Klimazonen und Wetterbedingungen. Während der Norden und das Zentrum schon eher das ganze Jahr über zu bereisen sind, da es dort auch warm wird, ist der Süden nur in bestimmten Monaten zu bereisen, da einige Nationalparks und Wege gar nicht vernünftig zu erkunden sind.

Generell gilt: Wenn in Deutschland Sommer ist, ist in Chile Winter und umgekehrt. Hier haben wir eine Übersicht über die Monate erstellt und grob gesagt kann man sagen, dass sich die Monate November bis März am besten für eine Rundreise durch Chile eignen! Wir waren im November in Chile und hatten absolut keine Probleme mit dem Wetter – es war alles ideal!

Grün • gute Reisezeit | Gelb • nicht perfekt, aber auch noch okay | Rot • eher nicht geeignet

Chile beste Reisezeit nach Monaten

 


04. Welche Impfungen benötigt man für Chile?

• Standardimpfungen

Die Standardimpfungen einmal auffrischen, falls nötig.

 

• Reiseimpfungen für Chile

Als Reiseimpfungen werden empfohlen:

Hepatitis A (Entzündung der Leber, wird durch verunreinigtes Wasser/Lebensmittel übertragen, heilt in der Regel aus)

Hepatitis B bei Langzeitaufenthalt in Chile (Entzündung der Leber, wird durch infiziertes Blut übertragen, kann chronisch werden)

Tollwut kein Muss in Chile, nur bei besonderen Reisen (Virusinfektion mit tödlichen Folgen, wird durch den Speichelkontakt infizierter Tiere übertragen. In Chile findet man Unmengen streunende Hunde, dass es hier nicht schaden kann, diese Impfung mitzunehmen)

Gelbfieber Bei Einreise auf die Osterinsel ist eine GelbfieberImpfung-Pflicht, wenn man aus Gelbfieber-gefährdeten Ländern einreist. Also vorsichtshalber mit einplanen. (Es wird durch Mücken übertragen und greift vor allem die Leber an. Impfung kann außerdem Voraussetzung für die Ein- oder Ausreise sein.)

Typhus muss in Chile nur bei einer besonderen Reise beachtet werden (fieberartige Erkrankung, wird durch verunreinigtes Wasser/Lebensmittel übertragen)

 

• Malaria, Dengue Fieber und Zika

Malaria Chile ist malariafrei, da musst du dir also keine Gedanken machen

Dengue Dengue wird tagsüber übertragen und wurde bisher nur auf der Osterinsel übertragen. Solltest du dort keine Reise hinplanen, dann solltest du dir auch hier keine Gedanken machen müssen.

Zika Zika wurde bisher in Chile kaum festgestellt, kann aber nicht komplett ausgeschlossen werden, da es Einzelfälle gab.

Hilfreicher Link und detaillierte Infos: Auswärtiges Amt – Chile

 


05. Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung für Chile?

Ja. Eine extra Auslandskrankenversicherung ist generell auf Reisen außerhalb Europas zu empfehlen. Die Versicherung deckt die ärztlichen Kosten bei Verletzungen, Krankenhausaufenthalten oder Krankheiten im Ausland.

Dabei sollte man darauf achten, keine Versicherung mit Selbstbeteiligung, abzuschließen, da man sonst Kosten bis zu einer gewissen Grenze selbst tragen muss und die Versicherung erst darüber hinaus greift.

 

Möchtest du weniger als 56 Tage reisen?
Warum genau 56 Tage? Keine Ahnung, aber dies scheint die magische Grenze der Auslandskrankenversicherungen zu sein. Es gibt eine Reihe von Anbietern, die einem für ca. 10-20 Euro im Jahr kompletten Versicherungsschutz auf Reisen bis zu 56 Tagen geben. Ein Anbieter für diese Art von Auslandskrankenversicherungen ist zum Beispiel die Hanse Merkur mit folgendem Tarif*.

Möchtest du länger als 56 Tage reisen?
Wer länger als 56 Tage am Stück unterwegs ist, braucht eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung.

Wir haben eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur* abgeschlossen und waren super zufrieden mit den Leistungen. Außerdem können wir auch die Auslandskrankenversicherung von STA-Travel* empfehlen. Beide kosten ca. 1,15€ pro Tag und können für Reisen bis 1 Jahr und länger abgeschlossen werden.

Auf unserem Blog haben wir außerdem einen ausführlichen Vergleich der besten Auslandskrankenversicherung für Langzeitreisende erstellt.

 


06. Was mache ich gegen Höhenkrankheit in Chile?

Das erste Mal sind wir mit dem Thema Höhenkrankheit in Peru in Kontakt gekommen. Bevor wir nach Peru gereist sind, haben wir mit Höhenkrankheit immer Bergsteiger mit vereisten Bärten im Schneesturm assoziiert, die sich gerade durch die letzte Etappe auf dem Weg zum Gipfel des 7.000er kämpfen. Dann wurden wir aber eines besseren belehrt. Höhenkrankheit kann auch schon in einer ganz normalen Stadt auftreten, in der das Leben so läuft, wie überall auf der Welt.

Aber was ist Höhenkrankheit überhaupt? 
Reist man über 2.500 Meter wird die Luft langsam aber sicher um einiges dünner, als sie in unseren gewohnten Lagen ist. Das heißt, der Körper wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die ersten Anzeichen, dass der Körper mit der Höhe noch nicht so klar kommt sind leichte Kopfschmerzen, Übelkeit, Trägheit und schwere Atmung und hoher Puls bei leichter Anstrengung. die der Körper dann

Die Anzeichen von Höhenkrankheit können schon ab 2.500 Metern einsetzen. Eine genaue Regel, ab wann man oder ob man die Symptome spürt, gibt es aber nicht. Jeder Körper reagiert auf die Höhe anders und kommt früher oder später an seine Grenzen.

Höhenkrankheit - Grafik

Wichtig ist, dass man die Anzeichen und die Höhenkrankheit nicht unterschätzt und seinem Körper Zeit gibt, sich zu akklimatisieren. Das heißt, wenn du in eine Bergregion in Chile reist, plane mindestens 1-2 Tage ein, um dich und deinen Körper an die Höhe zu gewöhnen. Außerdem ist es ratsam mit ein paar kleinen Akklimatisierungs-Wanderungen die nur 500-700 Meter höher gehen zu starten, bevor man sich hoch in die Berge wagt.

Die ersten Anzeichen der Höhenkrankheit sind überhaupt nicht schlimm und gelten eher als Warnsignal vom Körper, dass er noch ein wenig Zeit braucht. Auf diese Zeichen sollte man allerdings hören und nich einfach die nächsten 1.000 Meter hochsteigen, da man andernfalls bleibende körperliche Schäden herbeiführt oder im schlimmsten Fall an der Höhenkrankheit sterben kann, wenn die Arbeit der Lunge aussetzt (keine Panik bekommen, klingt nach Horror, ist aber jetzt nur der allerallerschlimmste Fall, wenn man wirklich alle Warnsignale des Körpers komplett ignoriert werden).

 

Tipp 1 • Anreise auf Gebiete über 2.500 Meter Höhe
Versuche, wenn zeitlich möglich, nicht vom Meereslevel in die Bergregion auf über 2.500 Meter zu fliegen. Auch wenn es länger dauert, nimm dir einen Bus. So gewöhnt sich der Körper schon auf der Fahrt ein wenig an die Höhe und dir wird es wesentlich besser gehen die ersten Tage.

Tipp 2 • Koka-Tee und Blätter
Wenn du in den Bergen bist, trinke Koka-Tee. Der Tee hilft und beruhigt den Körper und wird dir helfen, dich an die Höhe zu gewöhnen. Außerdem kannst du dir auf Wanderungen Koka-Blätter vom Markt besorgen. Auf denen kannst du während der Wanderung kauen und den Saft herausziehen, wenn du Anzeichen von Höhenkrankheit verspürst.

 


07. Wie komme ich in Chile kostenlos an Bargeld?

In Chile findet man eigentlich in jeder Stadt oder größerem Dorf problemlos einen Geldautomaten (ATM), um Bargeld abzuheben. Immer gut darauf achten, ob auf dem Automaten das Mastercard- oder Visa-Zeichen zu finden ist und am besten immer in einer großen Bank Geld abheben! Nicht an kleinen Geldautomaten, die irgendwo an der Straße stehen. Warum? Diese Automaten werden meist nicht überwacht und sind leichtes Ziel für Betrüger.

Bargeld vorab in Deutschland braucht man keins zu wechseln, da direkt am Flughafen die ersten Geldautomaten auf einen warten. Am besten hebt man in Chile seine Peso vor Ort mit einer Kreditkarte ab. So muss man nicht seine komplette Reisekasse mit sich führen und bangen, all sein Geld zu verlieren oder gestohlen zu bekommen.

Unsere Lieblings-Geld-abhebe-Bank in Chile war die Santander – verlässlich, eine große Bank und ohne zusätzliche Gebühren.

Wir empfehlen dir folgende Kreditkarten für deine Reise:

Hier findest du außerdem einen aktuellen und ausführlichen Vergleich der unserer Meinung nach besten Kreditkarten für Reisende!

 


08. Alles rund um Währung und Preise in Chile:

• Währung in Chile

In Chile zahlt man im chilenischen Peso (CLP). Der Wechselkurs liegt bei ca. 742,9 CLP für 1 EUR. Generell gesprochen ist Chile mit das teuerste Land in Südamerika und das merkt man auch. Gerade, wenn man frisch aus Peru einreist. Günstige Essensmöglichkeiten findet man immer, aber die Hostelpreise und Eintritte in die Nationalparks haben es zum Teil in sich. Hier eine Übersicht über die groben Preise in Chile:

 

• Preise für Essen und Trinken in Chile

Mittagsmenü • Für ein Mittagessen bei einem der typischen Mittagstische zahlt man ca. 4.500 CLP (ca. 6€)

Trinken • Eine 1L-Wasserflasche kostet ca. 800 CLP (ca. 1,10 €) und ein einheimisches Bier im Supermarkt um die 900 CLP (ca. 1,20 €)

 

• Preise für Unterkünfte in Chile

Wie überall auch, gibt es natürlich teure und günstige Unterkünfte:

Hostel Schlafsaal • ab ca. 8.000 CLP (ca. 11€)

Einzel- oder Doppelzimmer • ab ca. 26.000 CLP (ca. 35€)

 

• Preise für Verkehrsmittel in Chile

Insgesamt ist die Nutzung von Verkehrsmitteln in Chile recht günstig:

Fernbus • 10 Stunden Fahrt ca. 18.000 CLP (ca. 25€)

Inlandsflug • nicht ganz so günstig: ca. 150€

Taxi • 200m kosten ca. 130 CLP (ca. 0,18€)

Hier findest du unsere Übersicht der Transportmittel in Chile!

 


09. Ist Chile gefährlich oder sicher zu bereisen?

Chile zählt zu den sichersten Ländern Südamerikas und wird auch das „europäischste“ Land bezeichnet. Und auch wenn Chile als so sicher eingestuft wurde, war es dann ausgerechnet in Chile, wo das erste Mal auf unserer gesamten Weltreise versucht wurde, unseren Rucksack zu klauen. :D War auch etwas dumm von uns: in einem Nachtbus sind wir ausgestiegen, beide, und haben vergessen den Rucksack mitzunehmen und zack, ist jemand in den Bus rein und wollte sich ihn schnappen. Zum Glück ist alles gut gegangen, wir haben es rechtzeitig gemerkt. Aber wir möchten dir mit der Story sagen, dass man einfach immer auf seine Sachen aufpassen muss, egal ob in Südamerika, Europa oder Asien. Pass in großen Städten wie Santiago de Chile oder Valparaiso auf deinen Rucksack auf, wie überall auch und hör auf dein Bauchgefühl.

Tipp: Wenn wir in einem Hostel (vor allem in Mehrbettzimmern) das Gefühl haben, dass wir die Laptops und Kamera lieber nicht einfach so im Zimmer rumliegen lassen möchten, nutzen wir unseren Pacsafe, den wir IMMER mitnehmen und nicht mehr missen möchten. Auch gut für Reisen mit dem Mietwagen oder Camper, um wichtige Dokumente und Technik darin zu verstauen und an etwas zu befestigen, was nicht mobil ist. Was ein Pacsafe ist und wie er funktioniert, findest du hier!

Zeige deine Wertsachen nicht zu offensichtlich.
Wenn du an einem neuen Ort bist, bekomm erstmal ein Gefühl für die Stadt und die Umgebung, bevor du mit Kamera und Wertsachen in der Hand die Gegend erkundest.

 


10. Welche Betrugsmaschen gibt es in Chile?

Damit du alle deine Wertsachen behältst, hier ein paar Hinweise, zu ein paar gängigen Betrugsmaschen in Chile:

Die Taxifahrt
In ganz Südamerika ist dies eigentlich ratsam: Bevor man in ein Taxi steigt vorher in der Unterkunft oder bei Einheimischen fragen, wie teuer die Fahrt ist. Und mit diesem Preis dann direkt den Taxifahrer ansprechen und einen Festpreis ausmachen. So vermeidest du böse Überraschungen am Ende beim Bezahlen.

 

„Schau mal nach deinem Gepäck!“
Hier wären wir dann bei dem Trick, der bei uns angewandt wurde und wir drauf reingefallen sind: Beliebt ist es, Touristen an Zwischenstopps an Busbahnhöfen aus dem Bus zu locken, indem man sie auffordert einmal nach ihrem Gepäck im Kofferraum zu schauen. Lass dabei niemals dein Handgepäck aus dem Auge und nimm es mit, wenn du wirklich nach deinem Gepäck schauen gehst.

 


• WEITERE CHILE-REISETIPPS •

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