Peru: Reisetipps und Insidertipps

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🇵🇪 Peru • typisches Essen und Trinken

 

Peru gilt als das Land mit der besten Küche in ganz Südamerika! Gut, allgemein gilt die Küche in Südamerika als nicht ganz so gut – aber Peru liegt wohl mit weiter Nase vorn. Egal, wen wir getroffen haben, der schon einmal in Peru war – seine erste Reaktion war immer: „Ich liebe die peruanische Küche!“ Machu Picchu, Amazonas, Anden – über all das wurde erst nach dem Thema Essen gesprochen!

Die peruanische Küche ist herzhaft, mächtig und lässt niemanden hungrig am Tisch zurück. Als Beilage wird meist Reis, Kartoffeln oder beides serviert und als Hauptgericht kommt man um Fisch und Fleisch kaum drum herum.

Wer das richtige Peru schmecken will, für den gilt hier (wie überall auf der Welt): Geh dort essen, wo die Einheimischen essen und meide die schnieken Touristenrestaurants.

Tipp:
Taste dich langsam an die kleinen Straßenküchen heran. Wir hatten ein paar Mal Probleme mit dem Magen – was wir aus 7 Monaten Asien von uns absolut nicht kannten.

Hier also die unserer Meinung nach besten und typischsten Gerichte Perus:

 

 

01. Ceviche • Perus Nationalgericht

Typisches Essen in Peru: Ceviche

Ceviche ist eines der bekanntesten Gerichte aus Peru, wenn nicht sogar das Nationalgericht und wird jeden Fischliebhaber begeistern. Die Hauptzutat für ein Ceviche ist roher Fisch, der für eine gewisse Zeit in Limettensaft mariniert wird. Die Fischart kann sich je nach Region und Jahreszeit unterscheiden. Serviert wird das ganze mit ein paar Chili-Streifen, Süßkartoffeln und geröstetem Mais oder Yuca.

Der Limettensaft macht den Fisch natürlich sehr sauer – aber uns hat es super gut geschmeckt.

Mittlerweile hat sich Ceviche in großen Teilen Südamerikas verbreitet und es gibt jede Menge Abwandlungen von der ursprünglichen Form in Peru.

Am besten schmeckt es natürlich in Restaurants mit Zugang zu frischem Fisch. Falls du in Arequipa sein wirst, können wir dir La Casa de la Trucha* empfehlen. Ein älter Herr ist der Besitzer des kleinen Ladens und ist mit Herzblut und Lebensfreude am Werk!

 

02. Lomo Saltado • der peruanische Klassiker

Lomo Saltado wirst du in ganz Peru finden. Im Grunde ist es nichts anders als Rindergeschnetzeltes mit gebratenem Gemüse – nur eben typisch aus Peru.

Als Beilage wird, wie in Peru üblich, Reis und/oder Kartoffeln serviert. Ein Gericht, mit dem man selten etwas falsch machen kann.

 

03. Cuy • in Peru gibt es Meerschwein

Jap, richtig! In Deutschland ist es ein beliebtes Haustier zum kuscheln, in Peru ist es ein beliebtes Gericht. Die Tradition Meerschwein zu essen geht weit in die Geschichte Perus zurück. Meerschweine waren und sind wichtige Proteinlieferanten für die Einheimischen und noch heute züchten viele Familien in ländlichen Gegenden ihre eigenen Cuys.

Meist wird das Meerschein von Peruanern an Feiertagen gegessen, auf den Speisekarten der Restaurants findet man es aber ganzjährig.

Die üblichen Zubereitungsformen für Meerschweine in Peru sind sie braten, grillen oder im Backofen garen zu lassen. Serviert werden sie meist mit Kartoffeln (gekocht, frittiert oder gebraten) und Salat.

Das Fleisch muss sehr zäh schmecken und je nach Größe des Meerschwein ist nicht ganz so viel zu knabbern an den Knochen. Dennoch ist es auch bei Touristen ein beliebtes Gericht oder Erlebnis.

 

04. Pollo a la brasa • peruanischer Hähnchengenuss

Grillhähnchen. Die Peruaner lieben Grillhähnchen. Es gibt überall im Land Pollerias, in denen es meist nichts anders als gegrilltes Hähnchen mit Pommes gibt.

Dort kannst du wählen zischen 1/8, 1/4, 1/2 oder 1 ganzen Hähnchen. Wobei 1/4 meist völlig ausreicht in Kombination mit dem Berg Pommes. Außerdem gibt es oft noch Hähnchenbrustfilets und andere Teile vom Huhn zu bestellen.

Es ist keine Delikatesse, aber mittlerweile typisch peruanisch. Wir waren selbst überrascht…

 

05. Papa à la Huancaina • einfach, aber lecker

Wer Kartoffeln liebt, wird dieses einfache, kleine Gericht vergöttern! Es wird so gut wie im ganzen Land als Vorspeise angeboten und besteht im Grunde nur aus 1-2 Kartoffeln und einer speziellen angenehm scharfen Soße aus der Ají Amarillo Schote.

Papa à la Huancaina wird kalt serviert und meist noch mit einem Salatblatt, Oliven und einem aufgeschnittenen Ei dekoriert.

Wer sich fragt, woher der Name kommt:

  • Papa = Kartoffel
  • Huancaina = eine Ableitung von dem Ort, in dem das Gericht seinen Uhrsprung hat – Huancayo.

Wer es gern selbst zu Hause zubereiten möchte, findet bei Info-Peru ein tolles Rezept zum einfachen nachkochen!

 

06. Causa • peruanischer Kartoffelbrei-Kuchen

Der Kartoffelbrei-Kuchen kann in Peru als Vorspeise oder auch als Hauptgericht gegessen werden. Eigentlich ist es kein wirklicher Kuchen, wir nennen das Gericht nur so, da es am besten verbildlicht, wie Causa serviert wird – wie ein Stück Kuchen.

Causa besteht aus Kartoffelbrei, Hühnchenfleisch oder wahlweise auch Thunfisch und einer speziellen Creme. Die drei Zutaten werden dann in einer Form übereinander gestapelt, geschnitten und kalt serviert.

Wir liebten es! Vom Geschmack erinnert es ein wenig an Kartoffelsalat.

 

07. Mittagsmenü • immer eine gute Wahl

Typisches Essen in Peru: Mittagstisch

Überall in Peru findet man kleine Restaurants, die ein Mittagsmenü anbieten. Zu dem Mittagsmenü zählt eine Vorspeise, ein Hauptgericht, ein selbst gemachter Saft und manchmal sogar einen Nachtisch des Hauses.

Ist das Restaurant etwas größer, gibt es meist sogar 2-3 Vorspeisen und Hauptgerichte zur Auswahl.

Klassische Vorspeisen sind Papa à la Huancaina, Causa oder eine von vielen peruanischen Suppen.

Hauptgerichte sind in der Regel Pollo (Hähnchenfleisch), Trucha (Forelle) oder Fleisch von Schwein oder Rind.

 

08. Alpaka Steak • frisch aus den Anden Perus

Typisches Essen in Peru: Alpaka

Richtig, die Alpakas dienen den Menschen in den Anden nicht nur als Quelle für eine der besten Wollen, um daraus Pullover, Schals, etc. zu fertigen. Sie sind auch ein beliebtes Gericht.

Alpaka-Fleisch ist zart und besitzt nur wenig Fett. Das Alpaka Fleisch ist ein wenig teurer, als die üblichen Speisen und man findet es nicht in jedem Restaurant in Peru auf der Karte.

 

09. Paiche • die Spezialität im Amazonas

Paiche ist ein großer und beliebter Fisch auf der Speisekarte im Amazonasgebiet von Peru. Falls du ihn probieren möchtest, informiere dich bitte vorher, dass du ihn während der Fisch-Saison für Paiche isst. Die Fischart wird Jahr für Jahr mehr überfischt und ist immer mehr gefährdet, da sie in vielen Restaurants für die zahlenden Touristen zubereitet wird.

Daher der Hinweis: Du kannst Paiche probieren, solange die richtige Zeit für den Fang der Fischart ist!

 

10. Chifa • typisch peruanisch-chinesische Küche

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts siedelten sich chinesische Einwanderer an den Küstenregionen Perus an. Mit ihnen kam auch die chinesische Küche nach Peru und vermischte sich mit der dieser.

Für die typisch chinesischen Gerichte gab es natürlich nicht die typisch chinesischen Zutaten in Peru und so musste mit dem lokalen Gemüse und den lokalen Gewürzen improvisiert werden. Heute gehört dieser Mix zu den beliebtesten Speisen der Peruaner und wird von ihnen Chifa genannt.

In ganz Peru findet man Chifa-Restaurants und nicht selten mehrere auf einer Straße oder in einem Block. Definitiv ausprobieren!

 

11. Quinoa • der Inkareis

Eine typische Beilage in Südamerika. Schon zu Zeiten der Inka haben die Bewohner der Anden Quinoa gegessen und noch heute wird es hauptsächlich in Südamerika angebaut. Daher auch der Spitzname: Inkareis. Es ist proteinreich, leicht zuzubereiten und es hält lange satt.

Auch weltweit gewinnt die Getreideart immer mehr Fans. Durch eine entsäuernde Wirkung, wirkt es im Magen gegen Nahrungm die stark säurebildend sind, wie Fleisch, Käse, Fisch, Alkohol und Milch.

Daher ist es auch die perfekte Beilage zu Fleisch und Fisch. Man bekommt Quinoa in Peru aber auch oft in Suppen und als Salat serviert.

 

12. Maca Pulver & Chia Samen • Perus Superfood

Das Superfood aus Peru! Man kann die Samen und das Pulver in Peru zum einen auf dem Markt oder im Laden kaufen oder direkt verarbeitet in zahlreichen Produkten.

Warum aber Superfood? Vorhang auf:

 

Maca Pulver
Die Maca Pflanze wird fast hauptsächlich in Peru angebaut. Aus ihrer Wurzel wird dann das wertvolle Maca Pulver gewonnen, welches man in ganz Peru in den Läden und auf den Märkten kaufen kann.

Das Pulver enthält jede Menge Proteine, Mineralien und Vitamine. Es stärkt des Immunsystems, verbesserte die Regenerationsfähigkeit des Körpers und wirk leistungssteigernd.

Das Pulver kann man zum Backen benutzen, Desserts verfeinern oder in den Smoothie packen.

Hier ein paar mehr Infos zu dem Maca Pulver.

 

Chia Samen
Die Samen enthalten einen extrem hohen Anteil an gesunden Omega-3 Fettsäuren, wertvolle Proteine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Sie wirken verdauungsfördernd und haben einen blutverdünnenden Effekt, der das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts senkt. Außerdem halten sie lange satt und geben dem Körper Kraft und Energie.

Wer es einfach mag, kann die Samen auch morgens in sein Müsli oder Haferbrei geben, so haben wir es in Peru immer gemacht.

Hier noch ein paar mehr Infos zu Chia Samen.

 

Tipp:
Müsli- oder Proteinriegel mit Maca Pulver und/oder Chia Samen eignen sich besonders gut als Proviant für längere Wanderungen.

 

13. Mate de Coca & Koka-Blätter • gegen Höhenkrankheit

Koka-Tee und Koka-Blätter sind für die Bewohner der Anden ein beliebtes Mittel gegen die Höhenkrankheit und Höhenluft. Bei uns wird morgens Kaffee getrunken, dort ein frischer Mate de Coca. Die Blätter helfen aber nicht nur gegen die Höhenkrankheit sondern auch bei Kopfschmerzen, Magenproblemen und Müdigkeit.

Du bekommst den Tee im Supermarkt wie jeden anderen Tee auch in Beuteln zu kaufen oder du gehst auf den Markt und holst dir eine Tüte mit frischen getrockneten Koka-Blättern. Diese gießt du einfach mit heißem Wasser auf und lässt sie ziehen. Fertig.

In vielen Restaurants in den Bergen Perus wirst du den Koka-Tee auch auf der Getränkekarte finden und falls du eine geführte Bergwanderung unternimmst, wird dein Guide mit Sicherheit einen Koka-Tee oder Koka-Blätter für dich bereit halten.

Für den Fall, dass du auf eigene Faust eine Wanderung in Höhen jenseits der 2.500 Meter unternimmst, kannst du dir auch selbst ein paar Koka-Blätter vom Markt einstecken. Bei Anzeichen von Höhenkrankheit nimmst du ein paar von ihnen in den Mund, kaust auf ihnen ein wenig herum und saugst den Saft aus ihnen heraus.

 

Wichtig:
In den meisten Ländern der Welt sind die Blätter illegal und dürfen nicht eingeführt werden, da sie einen geringen Anteil Kokain beinhalten. Daher besser vor der Grenzüberquerung oder dem Flug noch einmal die Taschen checken.

In Peru brauchst du keine Bedenken haben sie mit dir zu führen. Auch musst du dir keine Sorgen machen, in eine Art Rauschzustand zu kommen. So viele Koka-Blätter könntest du gar nicht kauen oder trinken, um eine Wirkung zu spüren.

 

14. Pisco Sour • Perus Nationalgetränk

Typisches Essen und Trinken in Peru: Pisco Sour

Es ist das Nationalgetränk in Peru. Jedes Restaurant führt es und jeder in Peru trinkt es.

Pisco Sour ist ein Mixgetränk aus dem berühmt peruanischen Pisco (Traubenschnapps), Zuckersirup, Limettensaft und Eiweiß.

Was sollen wir sagen – um einen Pisco Sour kommst du in Peru nicht drum herum! Zum Glück, denn er schmeckt wirklich gut!

 

15. Inca Kola • der Hauch von Kaugummi

Der eine liebt sie, der andere hasst sie. Auch wenn wir eher zu der zweiten Sorte Mensch gehören und gerne auf die Inca Kola verzichten, gehört sie definitiv zu den Getränken, die man in Peru probieren sollte.

Die Peruaner lieben sie, sogar mehr als die original Coca-Cola. Die Liebe ging soweit, dass Coca-Cola in der Vergangenheit wohl wahre Konkurrenz in der Inca Kola gesehen hat und Teile der Firma sowie Namensrechte kaufte.

Für uns schmeckt sie wie Kaugummi und mehr als einen Schluck kriegen wir nicht runter – sind gespannt, wie sie dir schmeckt!

 


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