Unser Leben nach der Weltreise als Blogger
Es gab nur einen einzigen, ganz simplen, Grund, warum wir die Weltreise von tiefstem Herzen wollten.

Es war nicht, dass wir Deutschland blöd finden. Oder, weil wir eine Auszeit brauchten. Oder mal so richtig entspannen wollten. Oder, weil wir ständig Parkknöllchen bekommen haben.

Der Grund war simpel: Neugier.

Die reinste Neugier. Neugier auf das Leben, kann man sagen, ohne es romantisch zu meinen. Sondern wortwörtlich.

Wir waren neugierig, wie kleine Kinder. Hatten Fragen an das Leben und fühlten uns, als würden wir jahrelang an dessen Ärmel ziehen und fragen:
Wie fühlt es sich an, auf einem Boot in Indonesien zu sein? Oder in einem richtigen Dschungel auf Borneo zu stehen? Wie muss es sein, vor Gletschern zu stehen? Wie lebt man eigentlich in Taiwan? Und in Malaysia?

Was gibt es, was ich noch nicht kenne? Tausend Fragen an das Leben und die Welt. Und vor allem schlummerte eine neugierige Frage in uns:
Was passiert eigentlich… wenn wir alles Bekannte loslassen?
Schauen, was passiert, wenn man die Zügel mit einem Mal loslässt, die Hände hochreißt und sagt:

Liebes Leben – jetzt bist du dran.

Wenn man aus dem Bekannten ausbricht, Routinen auf Wiedersehen sagt und sich auf alles einlässt, was auf einen zukommt.

Die Antwort war dann irgendwann in uns: „Probiert es selbst aus.“
Einige nennen es Unsicherheit.
Wir nennen es den pursten Luxus.

Denn von dem Tag an, als die Weltreise startete, konnten wir bestimmen, wie unsere Tage und unser Leben aussehen soll. Wir haben Verantwortung übernommen, für alles, was folgte. Wir bestimmten, wie wir lebten. Und das nicht nur nach Feierabend. Sondern von morgens bis abends. Alle Regeln weggewischt.

Ab da hat das Wort Unsicherheit eine neue Bedeutung für uns bekommen.
So wie alles, kann man es von zwei Seiten betrachten:
Als Blogger Geld verdienen - alles ist möglich

„Und was dann? Was ist dann nach eurer Weltreise?“, fragten viele, bevor wir starteten.

„Mal schauen“, war die Antwort, die meist auf Unverständnis stieß.
Wie, die haben keinen Plan?
Wie, die wissen nicht, wie die dann ihr Geld verdienen sollen?
Wie, die wissen nicht, wo sie in einem Jahr stehen werden?
Wir wussten es nicht, weil wir es nicht wissen wollten.

Man kennt doch diese bekannte Frage: Wenn man dir einen Umschlag geben würde, in dem deine Zukunft geschrieben steht – würdest du ihn öffnen? Nein? Wir auch nicht.

Dennoch sind alle über unsere „Mal schauen“-Antwort schockiert. Sie vergessen wohl, dass sie selbst ihre Zukunft nicht vorhersehen können.
Wir wollten Schritt für Schritt, Kapitel für Kapitel schauen, was möglich ist, wo wir stehen. Denn das Leben und wir ändern uns ständig.

Für uns war das nächste Kapitel also unser Traum der Weltreise. Wir haben all unsere Energie, unsere Aufmerksamkeit auf das gelegt, was gerade passierte. Und nicht auf das, was eventuell vielleicht wahrscheinlich in 7 Jahren sein kann.
Jeden Tag auf Weltreise genießen

Nun ist das nächste Kapitel eröffnet: Wir sind zurück von unserer Weltreise.

Logisch, dass die Frage: „Und was jetzt? Wie geht es jetzt weiter?“ nicht lange auf sich warten ließ. Und auch hier: Alles ist möglich. Wir haben ein leeres, unbeschriebenes Blatt vor uns, wir bestimmen, zu welchen Stiften wir greifen, was wir schreiben, was wir malen und niemand sonst.
Die Chance unseres Lebens uns hinzusetzen und zu fragen:

Was für ein Leben wünschen wir uns? Womit wären wir glücklich, jeden Tag?

Ehrlich gesagt war es merkwürdig, als Daniel diese Frage aussprach. Sie klang zu schön, um wahr zu sein…

So haben wir festgestellt, dass wir lange Zeit falsch herum gedacht haben.
Man ist gewohnt das Thema Einkommen und sein Leben so zu sehen:
Geld verdienen und Leben gestalten
Man schaut auf sein Gehalt, strebt den Job an, der das meiste Gehalt abwirft und schaut dann: Welches Auto kann ich mir leisten? Wie groß kann die Wohnung sein? Wie teuer können die Klamotten sein? Und welchen Urlaub kann ich mir davon leisten?

Ist es nicht viel sinnvoller das Ganze umzudrehen?
Leben gestalten und Einkommen
Denn vielleicht braucht man ja gar nicht die teuren Klamotten oder das teure Auto und kauft es sich eher aus dem Grund, weil man für das Geld nun mal gearbeitet hat. Viele, die den Traum einer Weltreise haben, finanzieren sich mit ihrem Job ein Leben, das sie so gar nicht wollen und brauchen. Ich gehörte dazu.

Warum schaut man nicht zuerst, wie man gern leben möchte und schaut dann, wie man es sich finanziert?

Also haben wir die Frage nun umgedreht. Wie wünschen wir uns unser Leben? Wie viel Geld wäre nötig für das Leben, das wir uns wünschen? Klingt für uns sinnvoller. Also sind wir nach diesem Prinzip nun vorgegangen. Unsere Feststellungen waren folgende:

  • Wir möchten mehr von der Welt sehen
  • Wie möchten die Möglichkeit haben, spontan verreisen zu können
  • Wir möchten an Projekten arbeiten, hinter denen wir voll und ganz stehen
  • Wir möchten hier die Wohnung behalten, um bei der Familie sein zu können und einen Ort zu haben, an dem wir arbeiten können, wenn wir in Deutschland sind
  • Wir möchten nicht sagen müssen: „Montag ist der schlimmste Tag der Woche“ Nie, nie, nie wieder.

Kurze Bestandsaufnahme und Aufklärung vorweg zu der aktuell meist gestellten Frage:

„Ihr seid doch jetzt gerade arbeitslos, ne?“ oder „Habt ihr nicht jetzt die ganze Zeit frei?“

Frage 1: Nein. Das sind wir nicht. Wir sind weder beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet, noch sitzen wir nichtstuend in der Wohnung. Ganz im Gegenteil. Aber sowas von im Gegenteil.

Frage 1+2: Wir sind von der Weltreise als Blogger und Youtuber zurückgekommen.

Nun denken viele, ein Blogger sei doch nur wer, der seinem Hobby ein bisschen nachgeht und dass es erst recht nicht als „Beruf“ ernstzunehmen sei. Falsch.

Blogger und das Geld verdienen – eine kurze Einführung

Als Blogger hat man so gesehen sein eigenes Magazin.

  • Man erstellt und schreibt den Inhalt,
  • man designt das Titelbild und das gesamte Magazin gleich mit,
  • man sorgt online für die Distribution,
  • man macht die Fotos, filmt und schneidet die Videos,
  • schreibt jegliche Texte, auf allen Social Media Kanälen,
  • beantwortet Fragen, die aufkommen
  • man steht voll und ganz hinter allem, was man damit anstellt. Mit vollster Leidenschaft – zumindest sollte es so sein.

Anschließend stellt man es online. Für die gesamte Welt einsehbar.
Nun kommst du als Leser ins Spiel.

Du folgst dem Blogger, der so reist wie du, den du sympathisch findest. Du fieberst mit, du fühlst mit und – du traust dem Blog.

Ihr vertraut auf unsere Meinung, wenn wir euch sagen, dass die IKEA Packbeutel gut sind oder die VakuumTüten unbrauchbar waren oder TangleTeezer mein Leben revolutioniert hat (alles in hier in der Packliste zu finden :D). Ihr fragt nach unseren Rucksäcken, den Wanderschuhen, bittet um Tipps im jeweiligen Land. An dieser Stelle übernehmen wir eine Art „Freunde-Ratgeber“-Rolle. Und wir lieben es! Mit euch unsere Erfahrungen zu teilen, euch unsere Erlebnisse zu zeigen und Reiseziele vorzustellen, die ihr vielleicht noch nie im Sinn hattet!

Genau da liegt gleichzeitig der springende Punkt bei jedem Blog.
Denn daraus kommen nun die weit verbreitesten Haupteinnahmequellen zustande:

1. Affiliate-Links

Auch Empfehlungsmarketing genannt. Beispiel: Wir empfehlen ein Produkt, zum Beispiel unseren geliebten Pacsafe. Den Pacsafe verlinken wir dann im Text, machen ein Sternchen dran, um ihn transparent als Empfehlungs-Link zu kennzeichnen, und wenn du über diesen Link etwas bei Amazon bestellst, erhalten wir eine Provision von Amazon, sieht dann so aus: Pacsafe*
(der Preis bleibt für dich der gleiche). Die Provision ist klein, meist im Cent-Bereich, aber Kleinvieh macht auch Mist.

Somit erhalten wir nicht direkt dafür Geld, dass wir Texte schreiben und Videos machen und dadurch unsere Reisetipps und Erfahrungen mit euch teilen, sondern indirekt durch die Empfehlungs-Links, die daraus resultieren.

Und wenn du mal genauer überlegst: Vertraust du eher einem Werbebanner auf irgendeiner Website oder eher dem Blogger, dem du seit Monaten folgst, der so reist wie du und dir die Reisetipps gibt?
Genau. Und genau das haben auch Unternehmen rausgefunden. So kommen wir zur 2. Einkommensmöglichkeit:

Kooperationen

Kennt man den Begriff „Public Relations“ (PR) kommt heute noch „Blogger Relations“ (BR) hinzu. Unternehmen haben mittlerweile eigene Abteilungen und Agenturen dafür. Es ist eine professionelle Branche geworden. Aus Hobby-Bloggern wurden plötzlich für Unternehmen wertvolle Botschafter. So natürlich auch Youtuber, Instagrammer etc.

So hat es sich entwickelt, dass Blogger zum Beispiel auf Reisen eingeladen werden und einige auch zusätzlich bezahlt werden. Ob von Hotelketten oder von Touranbietern. Damit sie dann darüber berichten, um das Reiseziel, den Anbieter oder das Hotel bekannter zu machen. So gesehen wie ein Reporter, nur eben in seinem eigenen Namen und für seine eigene Platform, seinen Blog.

Wie das dann abläuft? Du wirst als Blogger eingeladen, du fliegst hin, du bekommst ein Programm auf den Tisch, was du sehen sollst und an welchem Tag und in welchem Hotel du übernachtest und du berichtest darüber. Unter Bloggern auch klassische Pressereise genannt.

3. Bezahlte Blogartikel.

Ein Unternehmen fragt an: „Hey, wir haben hier einen fertigen Text über unser Produkt/Unternehmen/Dienstleistung – wir geben euch Geld und ihr postet ihn einfach bei euch auf dem Blog“. Schnell verdientes Geld.
Dies war nur ein Bruchteil der Möglichkeiten, wir wollten hiermit nur die gängigsten Methoden darstellen.

Herzlich Willkommen, nun bist du ein klein wenig in die Blogger Welt eingetaucht.

„Schock! Dann ist das ja alles nur gekauft und gelogen?!“

Nein. Ist es nicht. Natürlich gibt es Blogger, die lassen sich jede einzelne Reise von allen möglichen Anbietern bezahlen und legen wenig Wert auf ehrlich Berichterstattung, aber das ist ein geringer Anteil unter den Reisebloggern.

Alle anderen nehmen die Einladungen gern an, berichten darüber offen und ehrlich und die Leser sind froh, dass ihr Lieblings-Blog eine bestimmte Stadt oder ein bestimmtes Land vorgestellt hat. Ist absolut nichts Verwerfliches daran, solange die Berichterstattung ehrlich bleibt. Genauso kann man dem Unternehmen Inhalte liefern: Texte für den Firmen-Blog, Bilder oder Videos, etc.

So, nun sind wir alle auf dem gleichen Stand, wie der Hase da ungefähr läuft und was es grundlegend für Möglichkeiten gibt.

Und wir? Was machen wir nun?

Empfehlungs-Links?

Sind eingebunden und das läuft bisher sogar ganz gut. Es ist ein schöner Verdienst und ein schönes Dankeschön für das Herzblut, das wir in unseren Blog, Youtube, Facebook, Instagram etc. stecken! Sollte das noch weiter so gehen, werden wir damit bald vielleicht sogar unsere monatlichen Kosten in Deutschland decken können – was wir NIEMALS gedacht hätten!

Klassische Pressereisen?

Haben wir nie gemacht und würden sie wenn dann für uns abgewandlet angehen: Wir wollen weiterhin individuell reisen, so wie immer und wohin es uns gefällt. Nach Tagesprogramm und Tagesablauf wäre ja mal so gar nicht unsers. Allein schon deswegen nicht, weil wir wohl immer zu spät kommen, weil wir den Weg nicht finden würden.

Bezahlte Artikel?

Unser Blog bleibt unser Blog.

Was ist unsere Wunschvorstellung?

Nun sind die Empfehlungs-Links schön und gut und selbst wenn sie das dreifache abwerfen würden, was wir eigentlich bräuchten: Es juckt uns in den Fingern eigene Projekte umsetzen, eigene Ideen umzusetzen.
So haben wir überlegt und uns selbst während und nach der Reise beobachtet.

Was bringt uns Freude? Was ist ein Thema, das uns beschäftigt?
Zwei Dinge sind uns in den Sinn gekommen.

Video

Wir lieben es, Videos zu machen! Hätten wir vor der Reise so nicht mal gedacht, aber eben während der Reise herausgefunden… Und die Vorstellung mit Videoprojekten unser Geld zu verdienen, hat ein Leuchten in unsere Augen gebracht. Dabei meinen wir nicht die Einnahmen von Youtube. Sondern Projekte. Eine Tourismusfirma braucht Videomaterial aus einem Land, in dem wir gerade sind? Oder ein kleines Imagevideo, wie wir es für Taipei mal gemacht haben? Ein Unternehmen oder eine Organisation, die mit einem interessanten Thema oder einem interessanten Motto ein Video mit uns machen möchte? Wir überlegen uns eine kreative Idee und liefern es. Zum Beispiel. Gleichzeitig sehen wir, wie unsere Klicks und Zuschauer bei Youtube steigen. Jeden Tag. Wir haben ein Sprachrohr. Menschen hören uns zu. Das möchten wir sinnvoll nutzen.
Und zwar mit dem zweiten Stichwort.

Fragen

In Malaysia standen wir vor den letzten Orang-Utans und stellten uns das erste Mal die Frage, ob wir eigentlich je über das Thema Palmöl beim Einkauf nachgedacht haben. Wir posteten dazu einen Facebook-Beitrag, woraufhin so viel positive Rückmeldung kam!

Wir tauchten in Mexiko und bekamen zu hören, dass es keine Haie mehr gibt und die Korallen abnehmen: „Klimawandel.“, war die Antwort. Danach ein Schweigen, ein Blick ins Meer. „Das Meer wird bald nicht mehr das sein, was es mal war.“ Wir schrieben einen kleinen Text dazu, und wieder der Zuspruch: „So wichtig, dass ihr es erwähnt!“

Wir haben gelernt, warum man auf Elefanten nicht reiten sollte und schnitten ein kleines „Info-Video“ für all die, die es nicht wussten. Es kam unfassbar positiver Zuspruch: „Gut, dass ihr darauf aufmerksam macht!“, „Danke für die Aufklärung, das habe ich nicht gewusst…“

Wir waren im Amazonas und stellten dem Tourguide fragen, sie erklärte das Problem und den Zusammenhang zwischen dem Tourismus und dem Jagen der Tiere. Von euch wieder: Zuspruch. Ein Danke für die Informationen und ein Danke dafür, dass wir darauf aufmerksam machen und nicht beschönigen oder verschweigen.

Am 19.12. landeten wir in Düsseldorf und wir kamen mit vielen Antworten für uns selbst von unserer Weltreise zurück.

Aber… gleichzeitig mit noch mehr Fragen.

Wir schauen unsere Kaffeepackung an und fragen uns, woher genau der Kaffee eigentlich kommt, fangen an zu recherchieren, zu hinterfragen. Kaffee aus Kolumbien. Heute wollen wir wissen, ob wir mit unserem Geld das Richtige unterstützen und fragen uns, worauf es da genau ankommt.

Das Problem hierbei ist ja oft, dass man denkt „Ach, da hinten in Indonesien“ oder „irgendwo im Meer ist das mit dem Plastik“ und oft versteht man nicht, dass die Kette am Ende bei uns zu Hause beginnt und wieder endet – zum Beispiel dadurch, dass sich Plastik im Fisch befindet, den wir essen.

Wir träumten so lange davon mal im Dschungel zu stehen – und gleichzeitig haben wir Nutella gekauft und all die Shampoos und Cremes, für die dieser Dschungel aber niedergebrannt wird. Für nichts weniger. Eine Fläche von Köln wird abgefackelt, jeden Tag, für genau diese Artikel in unserem Supermarkt. Vielleicht trennen Deutschland und den Dschungel einige tausend Kilometer – aber der Zusammenhang liegt genau nebeneinander.
Wir wollen mehr davon.

Wir wollen dazu lernen, noch mehr verstehen, Zusammenhänge verstehen. Wir wollen Probleme, bei denen man Teil der Lösung sein kann, genauer kennenlernen. Und wir möchten euch an den Antworten teilhaben lassen.
Es wird weiterhin Vlogs, Blogbeiträge und unsere Reisen so geben, wie immer. Da ändert sich nichts.

Zusätzlich aber möchten die Fragen beantworten: unsere eigenen, als auch eure zu einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Land, in dem wir uns aufhalten. Wir möchten unser Youtube-Sprachrohr für etwas Sinnvolles und Gutes nutzen. Jeder trägt eine Verantwortung mit seinem Geld und was er unterstützt – wir wollen wissen, worauf man achten muss bei Tieren, Natur, Umwelt, Sozialem. Auch als Tourist im Land selbst. Und die Bedeutung dessen wird uns jedes Mal von Neuem klar, wenn wir in Thailand-Facebook-Gruppen lesen, wie toll der Besuch im Tiger-Tempel war.

Das ist ein Umdenken, das wir von uns nie erwartet hätten vor der Reise. Aber es ist da, es beschäftigt und bringt uns dazu, jeden Tag neue Fragen aufzuwerfen und etwas dazu beitragen zu wollen. Also möchten wir dafür gleichzeitig unseren Youtube-Kanal nutzen. Wie wir das finanziell stemmen möchten?

Daran sitzen wir gerade.

Aus einem bestimmten Grund wollen wir euch jetzt nicht dieses eine Projekt vorstellen oder diese eine Idee, mit der wir versuchen unser Geld zu verdienen und uns die Reisen weiter ermöglichen möchten.
Der Grund ist:
Schritt für Schritt zur Selbstständigkeit mit dem Blog
Wir haben mit euch gemeinsam unser Kapitel Weltreise eröffnet, euch vor der Reise Schritt für Schritt in der Weltreise Vorbereitung mitgenommen.
Genauso werden wir mit euch das zweite Kapitel aufschlagen: Wie wir daran arbeiten, weiterreisen zu können und uns weiterhin den Traum des Reisens, Bloggens und „Videomachens“ erfüllen zu können.
Wie kommen wir dahin?
Wird es kleine Erfolge auf dem Weg dorthin geben?
Werden wir es hinbekommen?
Wir möchten euch mitnehmen und Einblicke geben!

Und die Einblicke starten jetzt:

Unser Tag als Blogger
Um euch einen Einblick zu geben, wie unser Tag gerade so aussieht, hier eine Übersicht über das, was wir gerade am Schreibtisch tun.

Wir sitzen an unserem Blog

  • Hier stehen all die Dinge an, die bei einem Blog eben zu tun sind:
    Wir schreiben unsere Blogbeiträge, machen Videos, fassen die Reisetippszusammen, die noch fehlen.
  • Wir beantworten Mails, Kommentare, Fragen auf allen Kanälen, erstellen die Inhalte für Facebook, Instagram, etc.
  • Wir sitzen an unserem Blog und überlegen uns neue Ideen für das Design, was uns fehlt, probieren uns da aus.
  • Technisches: Zum Glück kümmert sich Daniel darum und hat sich im Laufe der Zeit verflucht viel Wissen angeeignet. Etwas funktioniert am Blog nicht mehr? Eine Funktion spielt verrückt? Irgendwas wird plötzlich nicht mehr richtig angezeigt? Daniel sitzt nicht selten tagelang an solchen Kleinigkeiten – immerhin hat das keiner von uns gelernt.
  • Da wir selbstständig sind, haben wir unsere eigene Buchhaltung etc., um die wir uns kümmern müssen bzw. wo wir erst mal durchblicken müssen. Ist nun mal auch alles neu für uns…

Das alles allein nimmt schon den gesamten Tag und die halbe Nacht in Anspruch – ohne, dass wir es merken, weil es einfach nur Spaß macht! Trotzdem müssen wir uns manchmal dran erinnern, dass nun auch andere ToDos anstehen:

Neben all dem kümmern wir uns um Kooperationspartner für unsere Videoideen

Wir sind komplett neu in all dem. Nie haben wir vorher einer Kooperation zugesagt, bei so etwas mitgewirkt oder sonst was. Es ist gerade Neuland für uns, so wie es auch für dich in dem Moment wäre.

So bereiten wir uns zum ersten Mal auf die weltweit größte Tourismusmesse vor: Die ITB (Internationale Tourismus-Börse) in Berlin. Sie wird Anfang März stattfinden. So gut wie alle Reiseblogger werden vor Ort sein und auch Tourismus-Organisationen aller Länder. Von Costa Rica über Südafrika über Neuseeland über Japan. Ziel der Blogger und auch der Tourismus-Organisationen: Kooperationen und Kontakte zu knüpfen.

Natürlich möchte ein Land, dass es von interessanten Blogs bei den Lesern vorgestellt wird und natürlich möchten die meisten Blogger dafür eingeladen werden oder auch bezahlt.

Da wir uns das aber etwas anders vorstellen, sitzen wir gerade an unseren eigenen Projektideen. Wir haben die letzten Wochen potenzielle und für uns interessante Partner angeschrieben, Termine mit ihnen vereinbart, sitzen gerade an der Vorbereitung der Termine, wie wir unsere Ideen vorstellen, etc. Wir sind so gespannt, wie all das ablaufen wird und ob wir mit kleinen Fortschritten aus der Messe kommen werden! Natürlich werden wir während der Tage auch vloggen und euch auch da mitnehmen, wie sowas abläuft!

Außerdem haben wir noch zwei weitere Projekte an denen wir arbeiten, die aber noch lange brauchen werden und wo wir finanzielle Sponsoren benötigen. Was genau das ist, werden wir euch erzählen, wenn wir da etwas fortgeschritten sind. Da es aber dieses Jahr vermutlich nicht mehr passieren wird, stellen wir das erst mal hinten an.

Den gesamten Tag tun wir nichts anderes und wir lieben jede Stunde davon! Wir können uns kreativ ausleben, erstellen, was uns in den Sinn kommt, ausprobieren und selbst Verantwortung für all das tragen!

Und nun: Thema nächstes Reiseziel, wann und wo?!

Sooooooo und nun zu dem, weswegen wir all das eigentlich machen: Reisen!
Wann werden wir weiterreisen und wohin?
Trommelwirbääääälll…
Neuer Reisestart:
Reisestart: Ende März
Da wir ja noch auf der Messe in Berlin sein werden, werden wir dann Ende März wieder auf Reisen sein!

Nein, es ist noch nichts gebucht und nein, wir wissen noch nicht wohin. 😀 Ihr seht, an unserem Reisestil hat sich also nichts geändert. Wir schauen nach der ITB-Messe, was sich ergeben hat, welche Flüge günstig sind, wo es uns hinzieht und dann werden wir uns in neue Abenteuer stürzen, schreiben, filmen, erzählen, Fotos machen, erleben und weiter die Welt entdecken und – Fragen beantworten. Aufmerksam machen auf Dinge, die zu schnell im Alltag untergehen oder die man vorher einfach nicht wusste. Oder nie wirklich verstanden hat.

Wie möchten wir reisen?

Wir werden genauso weiterreisen, wie vorher auch, da wird sich nichts ändern! Ah doch, mit Camper wollen wir mal reisen! Joa, aber mehr wissen wir auch noch nicht, mal schauen wann und wo und wie. 😀 Jedoch werden wir im März nicht für ein ganzes Jahr losziehen, da wir auch noch nicht wissen, wie sich das finanziell entwickeln wird… logisch. Da müssen wir handeln je nachdem, wie es kommt und klappen wird. 🙂 Perfekt wären immer 2-4 Monate unterwegs sein, heim kommen, Familie sehen, arbeiten, weiterziehen für die nächsten Monate.

Was wir mit diesem Beitrag bezwecken möchten:

Wir möchten euch mitnehmen auf den Weg, sodass ihr vor allem nachvollziehen könnt, wie sowas mit einem Blog denn abläuft und wie wir uns das finanzieren. Wir möchten uns mit euch freuen, wenn ein Partner zugesagt hat, wir unser erstes Videoprojekt starten und weiter den Weg dorthin gehen, den wir uns wünschen!

Zu oft fragt man sich bei Bloggern: „Wie finanzieren die das???“ und versteht das ganze Konstrukt vorn und hinten nicht. Diese Frage möchten wir euch von Anfang an bei uns beantworten und auch zeigen, dass es nicht so einfach ist, wie es am Ende oft aussieht.

Was dazu gehört und wie wir selbst gerade fiebern, dass es klappen wird…
Wir lieben die Möglichkeiten, die uns die heutige Zeit bietet:

Du brauchst keinen Verlag, um deine Texte zu schreiben und zu veröffentlichen. Es gibt WordPress und das Internet.

Du brauchst keinen TV-Sender oder Produktionsfirma, um deine Filmideen für die Öffentlichkeit umzusetzen. Es gibt Youtube.

Du brauchst keine Magazine oder Journalisten, die deine Arbeit streuen. Es gibt Social Media.

Wir packen all die Möglichkeiten am Schopf und eins könnt ihr uns glauben: Wir lieben unser Leben momentan. Wir sitzen länger am Schreibtisch, als in der Zeit, wo Daniel seine Masterarbeit schrieb und ich im Job war. Wir arbeiten länger, mehr, intensiver und: wir lieben es!

Uns ist egal, ob Montag ist, Mittwoch oder Sonntag. Kein Tag ist „der schlimmste Tag der Woche“ und ein „Endlich Freitag!“ haben wir auch schon lange nicht mehr gesagt. Weil wir einfach mit Herzblut dabei sind, jeden einzelnen Tag. Ein Gefühl, das ich jeden Morgen genieße.

Und… es ist witzig: Vor der Reise hörten wir oft den Satz „Poah wie mutig… ich würde mich das nicht trauen… und so unsicher…“ und jetzt, wo alles gut lief und wir ein grandioses, lebensveränderndes Jahr hinter uns haben und das mit dem Blog besser läuft, als gedacht, hören wir nun: „Ihr habt ein Leben… jeden Tag Urlaub und frei und rumreisen“

Da müssen wir immer in uns hinein grinsen. Da wohl vergessen wird, was alles dazu gehörte, um das zu erreichen: Unser altes Leben hinter uns zu lassen und die Akzeptanz, die vermeintliche Sicherheit aufzugeben.

Alles nur, um am Ende zu merken: Alles ist möglich. :- ) Und wir werden unser Bestes geben, unsere Pläne möglich zu machen! Drückt uns die Daumen!

Und wieder ziehen wir neugierig am Ärmel des Lebens.

Mit Fragen, die uns die Weltreise mitgegeben hat. Und wir können es nicht mehr erwarten, mit euch gemeinsam die Antworten zu entdecken, neue Länder auf den Kopf zu stellen, Kulturen kennenzulernen, Neues dazuzulernen und… weiterhin mit euch die Welt zu bereisen!
Kapitel 2 nach der Weltreise